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Lexware Alternative: Vergleich für KMU 2026

Aktualisiert 27. August 2026 15 Min.
Lexware Alternative Vergleich: Fünf Buchhaltungstools für KMU im Überblick
Lexware Alternative Vergleich: Fünf Buchhaltungstools für KMU im Überblick KI-generiert

Der Jahresabschluss ist fertig, der Steuerberater fragt die nächsten Belege an, und im Hintergrund läuft eine Lexware-Installation, deren Oberfläche und Funktionsumfang schon lange nicht mehr zum Arbeitsalltag passen. Genau an diesem Punkt beginnt bei vielen KMU und Selbstständigen die Suche nach einer Lexware Alternative. Die gute Nachricht: Der Markt für Buchhaltungssoftware hat sich in den letzten Jahren stark verändert, und 2026 gibt es gleich mehrere Alternativen zu Lexware, die cloudbasiert arbeiten, die E-Rechnungspflicht sauber abbilden und sich nahtlos an deinen Steuerberater anbinden lassen.

In diesem Vergleich stelle ich dir fünf geprüfte Optionen vor: sevDesk, Lexware Office, BuchhaltungsButler, WISO MeinBüro und Papierkram. Du erfährst, welche Alternative zu Lexware für EÜR-Rechner, bilanzierende GmbHs und Freelancer passt, was die Tools kosten und wie die Datenmigration gelingt. Für diesen Vergleich habe ich die Preis- und Feature-Seiten der Anbieter sowie Fachquellen ausgewertet, Stand August 2026.

Zusammenfassung: Lexware Alternative Vergleich 2026

  • sevDesk: Die beliebteste Cloud-Alternative zu Lexware für Selbstständige und kleine Teams, mit KI-Belegerkennung, E-Rechnung (ZUGFeRD und XRechnung) und DATEV-Export, ab ca. 12,90 Euro monatlich netto (Stand 2026).
  • BuchhaltungsButler: Die stärkste Wahl für bilanzierende Unternehmen mit hohem Belegaufkommen und enger Kanzlei-Anbindung.
  • Papierkram: Die einzige Lexware Alternative mit dauerhaft kostenlosem Tarif, ideal für Freelancer und Dienstleister.
  • E-Rechnungspflicht: Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen können, ab 2027 folgt die Ausstellungspflicht für kleinere Unternehmen. Alle fünf Alternativen sind laut Anbieter vorbereitet.

Warum eine Lexware Alternative? Anlässe und E-Rechnungspflicht

Lexware gehört seit Jahrzehnten zum Standard-Inventar deutscher Buchhaltung. Die klassische Desktop-Software Lexware buchhaltung erledigt ihre Arbeit zuverlässig, doch die Anforderungen haben sich verschoben. Mobiles Arbeiten, automatische Belegerfassung, Echtzeit-Zugriff für den Steuerberater und vor allem die gesetzliche E-Rechnungspflicht verlangen Werkzeuge, die ältere On-Premise-Installationen nur eingeschränkt leisten. Eine Lexware Alternative zu suchen ist 2026 daher weniger Ausdruck von Unzufriedenheit als eine strategische Entscheidung.

Dazu kommt der Kostenfaktor: Lexware arbeitet mit jährlichen Update-Verträgen und Pflicht-Wartung. Wer die Software-Auswahl für KMU systematisch angeht, stellt häufig fest, dass moderne Cloud-Tarife mit monatlicher Kündbarkeit flexibler und auf das Jahr gerechnet oft günstiger sind.

Typische Gründe für den Wechsel

Die häufigsten Auslöser für den Wechsel zu einer Alternative zu Lexware lassen sich in vier Punkten zusammenfassen. Erstens der Arbeitsort: Desktop-Installationen binden die Buchhaltung an einen Rechner im Büro, während Cloud-Lösungen vom Laptop, Tablet oder Smartphone aus funktionieren. Zweitens die Automatisierung: Moderne Tools erkennen Belege per KI, lesen Beträge und Steuersätze aus und schlagen Buchungskonten vor. Das spart pro Woche spürbar Zeit beim Sortieren von Belegen.

Drittens die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater: Statt DATEV-Datenträger oder USB-Exporte hin und her zu schicken, greifen Kanzleien bei Cloud-Lösungen direkt auf die Buchungen zu. Viertens die Kostenstruktur: Monatliche Abos ohne Update-Zwang lassen sich leichter kalkulieren als Wartungsverträge mit jährlicher Verlängerung.

E-Rechnungspflicht 2025/2027 als Wechselanlass

Der wichtigste Treiber 2026 ist die gesetzliche E-Rechnungspflicht. Seit dem 1. Januar 2025 müssen alle Unternehmen in Deutschland im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen und verarbeiten können, gültige Formate sind unter anderem ZUGFeRD und XRechnung, berichtet SoftwareChecks.de. Ab 2027 gilt die Ausstellungspflicht für E-Rechnungen auch für kleinere Unternehmen und Kleinunternehmen (Quelle: SoftwareChecks.de, Stand 2026).

Wer noch mit einer älteren Lexware-Version arbeitet, sollte prüfen, ob seine Installation E-Rechnungen überhaupt empfangen und GoBD-konform archivieren kann. Für viele ist das der konkrete Anlass, den Wechsel nicht weiter aufzuschieben. Alle fünf Alternativen in diesem Vergleich unterstützen laut Anbieterangaben den Empfang und die Erstellung von E-Rechnungen.

Vergleichskriterien: So habe ich die Alternativen bewertet

Damit der Vergleich fair bleibt, bewerte ich jede Lexware Alternative anhand derselben sechs Kriterien. Diese decken die Anforderungen ab, die KMU-Entscheider in der Praxis am häufigsten nennen, und ergänzen den allgemeinen Buchhaltungssoftware-Vergleich im Hub um die Perspektive konkreter Umsteiger.

Definition: E-Rechnung

Eine E-Rechnung ist eine Rechnung in einem strukturierten elektronischen Format (zum Beispiel XRechnung oder ZUGFeRD), die maschinell ausgelesen werden kann. Ein einfaches PDF per E-Mail gilt seit 2025 im B2B-Bereich nicht mehr als E-Rechnung, auch wenn es umgangssprachlich oft so genannt wird.

1. Rechnungen schreiben und E-Rechnung: Wie schnell erstellst du Angebote und Rechnungen, und werden ZUGFeRD beziehungsweise XRechnung nativ unterstützt? Das ist seit 2025 kein Nice-to-have mehr, sondern Pflicht.

2. Belege digitalisieren: Gibt es eine KI-Belegerkennung, mobile Apps zum Fotografieren von Quittungen und automatische Vorkontierung? Hier unterscheiden sich die Tools am stärksten.

3. Buchhaltungstiefe: Reicht der Funktionsumfang für die Einnahmenüberschussrechnung, oder werden doppelte Buchführung, Bilanzierung und Anlagenverwaltung unterstützt?

4. DATEV und Steuerberater: Existiert ein DATEV-Export oder eine direkte Kanzlei-Anbindung, und wie aufwendig ist die Übergabe der Buchungsdaten?

5. Preis und Kündbarkeit: Monatliche Kosten, Vertragslaufzeiten und versteckte Zusatzgebühren für Nutzer oder Mandanten.

6. Migration: Wie gut lassen sich Stammdaten und offene Posten aus Lexware übernehmen?

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Rechnungen & E-Rechnung

ZUGFeRD und XRechnung sind seit 2025 Pflicht im B2B-Bereich.

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Belegerfassung

KI-Erkennung und mobile App sparen Zeit bei der Belegsortierung.

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DATEV & Steuerberater

Direkte Übergabe der Buchungen an die Kanzlei ohne Datenträger.

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Preis & Laufzeit

Monatlich kündbare Tarife statt jährlicher Wartungsverträge.

Lexware Alternativen im Vergleich: Die Übersichtstabelle

Übersichtstabelle mit fünf Alternativen zur Lexware Buchhaltung und ihren Kernkriterien
KI-generiert

Die folgende Tabelle stellt die fünf Alternativen anhand der zentralen Kriterien gegenüber. Alle Preise stammen von den Anbieter-Websites und gelten netto pro Monat, Stand 2026. Da Tarife und Paketinhalte regelmäßig angepasst werden, solltest du vor der Entscheidung die aktuellen Konditionen auf den verlinkten Anbieterseiten prüfen.

KriteriumsevDeskLexware OfficeBuchhaltungsButlerWISO MeinBüroPapierkram
Preis netto/Monat (Stand 2026)ca. 12,90 bis 34,90 €ca. 7,90 bis 32,90 €ca. 29,90 bis 59,90 €ca. 9,00 bis 10,90 €0 € (Free) bis ca. 49,90 €
ZielgruppeSelbstständige, kleine TeamsSelbstständige, E-CommerceBilanzierende KMU, GmbHsKMU mit Büro-GesamtbedarfFreelancer, Agenturen
E-Rechnung (ZUGFeRD/XRechnung)JaJaJaJaJa
KI-BelegerkennungJaTeilweiseJa, KernfunktionJaNein
DATEV-AnbindungExportExportTiefe IntegrationExportExport
EÜR geeignetJaJaEher überdimensioniertJaJa
Kostenloser TarifNein (Testphase)Nein (Testphase)NeinNeinJa (Free)
BesonderheitStärkste Cloud-AlternativeHauseigener Cloud-WegAutomatisierung für KanzleienAll-in-One-BürosoftwareZeiterfassung integriert

Die Tabelle zeigt das Grundmuster: Für die reine Einnahmenüberschussrechnung reichen sevDesk, Lexware Office, WISO MeinBüro und Papierkram völlig aus. BuchhaltungsButler spielt seine Stärken erst bei der doppelten Buchführung aus, ist dafür aber deutlich teurer im Einstieg.

sevDesk: Die beliebteste Cloud-Alternative zu Lexware

sevDesk ist die meistgenannte Lexware Alternative unter deutschen Selbstständigen und das aus nachvollziehbaren Gründen. Die Software von sevDesk läuft vollständig im Browser, ist plattformunabhängig und deckt die komplette Bandbreite vom ersten Angebot bis zur EÜR ab. Wer von einer Desktop-Installation kommt, findet sich in der modernen Oberfläche schnell zurecht, ohne Schulungsaufwand.

Die Tarife liegen zwischen ca. 12,90 und 34,90 Euro netto pro Monat (Stand 2026, laut Anbieter). Damit positioniert sich sevDesk im Mittelfeld: günstiger als BuchhaltungsButler, etwas teurer als der Einstieg bei Lexware Office, dafür mit spürbar mehr Automatisierung.

Stärken: KI-Belegerkennung und EÜR

Die größte Stärke von sevDesk ist die KI-Belegerkennung. Du fotografierst eine Quittung mit der Smartphone-App, die Software liest Betrag, Datum, Lieferant und Steuersatz aus und schlägt das passende Buchungskonto vor. Bei hundert Belegen im Monat summiert sich das zu einer echten Zeitersparnis gegenüber dem manuellen Abtippen, das ältere Lexware-Versionen verlangen.

Für die Einnahmenüberschussrechnung liefert sevDesk einen fertigen EÜR-Report, den du direkt ans Finanzamt übermitteln oder an deinen Steuerberater weitergeben kannst. Die E-Rechnungs-Unterstützung umfasst ZUGFeRD und XRechnung, sowohl beim Erstellen als auch beim Empfangen. Damit erfüllst du die Pflichten ab 2025 und 2027 ohne Zusatzsoftware. Auch beim täglichen Rechnungen schreiben punktet sevDesk mit individuellen Vorlagen und automatischen Mahnungen.

Schwächen und Preisgestaltung

Ehrlichkeit gehört zum Vergleich: sevDesk bietet keine dauerhaft kostenlose Version, nur eine zeitlich begrenzte Testphase. Wer als Kleinunternehmer mit wenigen Rechnungen im Jahr startet, zahlt also ab dem ersten Monat. Für komplexe Bilanzierung mit mehreren Gesellschaften oder speziellen Kostenstellenrechnungen ist die Software außerdem weniger tiefgehend als Speziallösungen wie BuchhaltungsButler.

Tipp: Testphase strategisch nutzen

Starte die sevDesk-Testphase am Monatsanfang und importiere sofort deine Kunden- und Artikelstammdaten per CSV. So testest du den realen Arbeitsablauf mit echten Daten statt mit Demoinhalten und erkennst innerhalb weniger Tage, ob das Tool zu deinem Workflow passt.

Lexware Office: Der hauseigene Cloud-Weg

Die vielleicht naheliegendste Lexware Alternative kommt aus dem eigenen Haus: Lexware Office, bis zum Rebranding 2023 als lexoffice bekannt, ist die Cloud-Lösung der Haufe-Lexware Gruppe. Die Tarife liegen laut Lexware Office zwischen ca. 7,90 und 32,90 Euro netto pro Monat (Stand 2026). Damit ist der Einstieg der günstigste unter den kostenpflichtigen Cloud-Tools in diesem Vergleich.

Die Stärken liegen in der sehr einfachen Bedienung, die gezielt auf Selbstständige ohne Buchhaltungshintergrund zugeschnitten ist, und in guten E-Commerce-Anbindungen für Shops. Wer Rechnungen schreiben, Belege erfassen und die EÜR abgeben möchte, ist hier gut aufgehoben.

On-Premise vs. Cloud: Buchhaltung oder Office?

Wichtig zu verstehen: Lexware Office ist kein Update der klassischen Lexware buchhaltung, sondern ein technisch eigenständiges Produkt. Die Desktop-Version bietet tiefere Bilanzierungsfunktionen, arbeitet aber lokal und ohne echte KI-Automatisierung. Die Cloud-Version ist flexibler und mobiler, verzichtet aber auf einen Teil der Tiefe, die bilanzierende Unternehmen brauchen.

Zwei ehrliche Schwächen: Die Preise sind in letzter Zeit gestiegen, und die echte KI-Automatisierung bei der Belegerkennung ist im Vergleich zu sevDesk oder BuchhaltungsButler teilweise noch ausbaufähig. Wer also primär wegen der Belegautomatisierung eine Alternative zu Lexware sucht, sollte die Testphase genau dafür nutzen.

Lexware buchhaltung (Desktop)

  • Lokale Installation, eigener Rechner
  • Tiefere Bilanzierungsfunktionen
  • Jährlicher Update- und Wartungsvertrag
  • Kein mobiler Zugriff

Lexware Office (Cloud)

  • Browserbasiert, plattformunabhängig
  • Fokus auf EÜR und einfache Buchführung
  • Monatlich kündbares Abo
  • Einfache Datenübernahme aus Lexware

BuchhaltungsButler: Automatisierung für Bilanzierende

Freelancer erstellt eine Rechnung in einer Cloud-Buchhaltungssoftware am Laptop
KI-generiert

BuchhaltungsButler verfolgt einen anderen Ansatz als die bisherigen Kandidaten: Die Software von BuchhaltungsButler ist auf die automatisierte Vorbereitung der Buchhaltung für bilanzierende Unternehmen spezialisiert. Die Tarife liegen zwischen ca. 29,90 und 59,90 Euro netto pro Monat (Stand 2026, laut Anbieter), der höchste Einstiegspreis in diesem Vergleich.

Dafür bekommst du die stärkste Automatisierung bei hohem Belegdurchsatz. Die Software erkennt Belege, kontiert sie selbstständig nach lernfähigen Regeln und bereitet alles für die Übergabe an die Kanzlei vor. Für GmbHs und wachsende KMU mit mehreren hundert Belegen im Monat rechnet sich das schnell, weil interne Buchhaltungsstunden entfallen.

DATEV-Schnittstelle und Kanzlei-Workflows

Das Kernargument für BuchhaltungsButler als Lexware Alternative ist die tiefe DATEV-Integration. Dein Steuerberater arbeitet über kollaborative Workflows direkt im System, sieht offene Fragen zu einzelnen Buchungen und übernimmt die Daten ohne Export-Chaos. Kein anderes Tool in diesem Vergleich bildet die Zusammenarbeit mit der Kanzlei so konsequent ab.

Die Schattenseite: Für einfache Solo-Selbstständige mit EÜR ist die Software oft überdimensioniert, und der höhere Einstiegspreis lohnt sich erst ab einem gewissen Belegvolumen. Wer nur zwanzig Rechnungen im Jahr schreibt, fährt mit sevDesk oder Papierkram deutlich günstiger.

Info: Wann sich BuchhaltungsButler rechnet

Als Faustregel gilt: Ab etwa 100 Belegen pro Monat oder bei bestehender Bilanzierungspflicht überwiegt der Automatisierungsgewinn den Preisunterschied. Darunter ist die Software meist mehr, als du brauchst. Sprich vor dem Wechsel mit deinem Steuerberater, denn viele Kanzleien arbeiten bereits mit BuchhaltungsButler und können den Zugang direkt einrichten.

WISO MeinBüro: All-in-One-Bürosoftware für KMU

WISO MeinBüro von Buhl Data ist die Lexware Alternative für alle, die mehr wollen als reine Buchhaltung. Die Software bündelt Rechnungswesen, Warenwirtschaft, Kundenverwaltung und auf Wunsch Personalverwaltung in einem Paket. Die Tarife beginnen laut WISO MeinBüro bei ca. 9,00 bis 10,90 Euro netto pro Monat (Stand 2026), ein attraktiver Einstiegspreis für den gebotenen Funktionsumfang.

Für Lexware-Umsteiger gibt es einen besonderen Vorteil: Die Oberfläche folgt ähnlichen Logiken wie klassische Windows-Bürosoftware. Wer seit Jahren mit Menüs, Masken und Stammdatenverwaltung arbeitet, muss kaum umdenken. Buhl bietet außerdem persönlichen Support, was bei Cloud-only-Anbietern oft auf Chat und Hilfeseiten beschränkt ist.

Für wen lohnt sich das Gesamtpaket?

WISO MeinBüro entfaltet seinen Wert, wenn du neben der Buchhaltung auch Lagerhaltung, Auftragsbearbeitung oder Angebotsmanagement in einem System abbilden willst. Für Handwerksbetriebe und kleine Handelsunternehmen mit Warenwirtschaft ist das Gesamtpaket oft die wirtschaftlichste Lösung, weil separate Zusatztools entfallen.

Zwei Einschränkungen solltest du kennen: Desktop- und Web-Version sind separate Produkte, du musst dich also für eine Welt entscheiden. Und der große Funktionsumfang kann für reine Buchhaltungseinsteiger anfangs komplex wirken. Wer nur EÜR und Rechnungen braucht, bezahlt mit Lernzeit für Module, die er nie öffnet.

Papierkram: Die kostenlose Lexware Alternative für Freelancer

Papierkram besetzt eine Nische, die kein anderer Kandidat in diesem Vergleich abdeckt: einen dauerhaft kostenlosen Tarif. Der Free-Plan von Papierkram umfasst die Grundfunktionen für Rechnungen und Buchhaltung, kostenpflichtige Tarife reichen bis ca. 49,90 Euro netto pro Monat (Stand 2026, laut Anbieter). Damit ist Papierkram die Antwort auf die häufige Frage nach einer Lexware Alternative, die kostenlos nutzbar ist.

Die Zielgruppe sind klar Dienstleister, Agenturen und Freelancer. Die integrierte Zeiterfassung und Projektverwaltung ist ein Alleinstellungsmerkmal in diesem Vergleich: Du erfasst deine Projektstunden direkt im Tool und wandelst sie per Klick in Rechnungen um. Für alle, die ihre Arbeit nach Stunden abrechnen, entfällt damit ein komplettes Zusatztool.

Gibt es eine Lexware Alternative kostenlos oder als Open Source?

Die ehrliche Antwort: Ja, aber mit Grenzen. Papierkram Free ist die praxistauglichste Gratis-Option, allerdings ohne Bankanbindung und ohne automatische Belegerkennung in der App. Belege musst du manuell erfassen, was bei kleinem Belegvolumen verschmerzbar ist.

Im Bereich Open Source existiert mit Akaunting eine international verbreitete Buchhaltungslösung zum Selbsthosten. Eine Lexware Alternative als Open Source klingt attraktiv, hat aber einen Haken: Deutsche Steuerlogik, GoBD-Konformität, ELSTER-Anbindung und DATEV-Exporte sind bei internationalen Open-Source-Tools nicht oder nur über Erweiterungen verfügbar. Für den produktiven Einsatz in Deutschland ist der Integrationsaufwand hoch. Wer Datensouveränität sucht, sollte das Thema mit dem Steuerberater abstimmen, bevor er selbst hostet.

Exkurs: Lexware Finanzmanager Alternative für Privat

Eine verwandte, aber andere Frage betrifft den Lexware Finanzmanager, das Privat-Finanztool des Herstellers. Wer dafür eine Alternative sucht, braucht keine Buchhaltungssoftware, sondern ein Haushalts- oder Banking-Tool. Die in diesem Vergleich vorgestellten Produkte zielen auf geschäftliche Buchführung. Für die private Finanzverwaltung sind Banking-Apps mit Kategorisierung oder dedizierte Haushaltsbuch-Tools die passendere Wahl.

Unsere Empfehlung: Welche Lexware Alternative passt zu wem?

Nach fünf Detailprofilen bleibt die entscheidende Frage: Welche Alternative zu Lexware passt zu deiner Situation? Meine Einschätzung fällt je nach Unternehmensform und Arbeitsweise unterschiedlich aus, denn die beste Lexware Alternative gibt es nicht universell, sondern nur bezogen auf deinen konkreten Fall.

Für EÜR-Rechner und Selbstständige

Wenn du die Einnahmenüberschussrechnung nutzt und Wert auf Automatisierung legst, ist sevDesk meine erste Empfehlung. Die KI-Belegerkennung, der fertige EÜR-Report und die vollständige E-Rechnungs-Unterstützung decken alles ab, was Selbstständige 2026 brauchen. Als Budget-Variante mit Stundenabrechnung ist Papierkram die logische Wahl, im Free-Tarif sogar ohne laufende Kosten. Kleinunternehmer nach §19 UStG sollten beim Rechnungen schreiben darauf achten, dass der korrekte Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung in den Vorlagen hinterlegt ist, beide Tools unterstützen das.

Für bilanzierende KMU mit Steuerberater

Bilanzierende Unternehmen mit enger Kanzlei-Anbindung fahren mit BuchhaltungsButler am besten. Die tiefe DATEV-Integration und die kollaborativen Workflows sparen auf beiden Seiten Zeit, und die Kanzlei übernimmt die Buchungen ohne Medienbruch. Sprich vor der Entscheidung mit deinem Steuerberater: Viele Kanzleien haben Präferenzen oder bestehende Schnittstellen, die den Wechsel deutlich vereinfachen. Weitere Einordnungen zur Zusammenarbeit mit Kanzleien findest du im Hub Buchhaltung & Finanzen.

Datenmigration: So klappt der Wechsel von Lexware

Die Angst vor der Datenmigration hält viele vom Wechsel ab, zu Unrecht. Der bewährte Pfad sieht so aus: Zum Jahreswechsel oder Quartalsbeginn wechseln, nicht mitten im Geschäftsjahr. Stammdaten (Kunden, Lieferanten, Artikel) exportierst du aus Lexware per CSV oder Excel und importierst sie in die Zielsoftware, alle fünf Alternativen bieten dafür Importassistenten. Buchungsdaten des laufenden Jahres lassen sich über den DATEV-Export übergeben, offene Posten trägst du manuell nach.

Wichtig ist die GoBD: Dein altes Lexware-System muss lesbar archiviert bleiben, bis die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen ablaufen. Das bedeutet in der Praxis, die Installation oder einen Export der Daten zehn Jahre aufzubewahren. Ein förmliches Löschen ist nicht vorgesehen. Bei komplexeren Fällen, etwa Bilanzierung mit Anlagenvermögen, empfiehlt sich ein Migrationsgespräch mit dem Steuerberater oder einem Dienstleister. Weitere Hilfen zur Systemauswahl bietet der Ratgeber-Bereich von StackIndex.

Fazit: Die richtige Lexware Alternative finden

Checkliste: Dein Weg zur passenden Lexware Alternative

Unternehmensform geklärt: EÜR oder Bilanzierung?
Belegvolumen geschätzt: unter oder über 100 Belege pro Monat?
E-Rechnungs-Fähigkeit (ZUGFeRD/XRechnung) im Tool bestätigt?
DATEV-Anforderungen mit dem Steuerberater abgestimmt?
Testphase mit echten Stammdaten durchgespielt?
Wechselzeitpunkt auf Jahres- oder Quartalsanfang gelegt?

Die Suche nach einer Lexware Alternative endet 2026 nicht mit einem einzigen Sieger, sondern mit einer klaren Zuordnung: sevDesk für Selbstständige und EÜR-Rechner mit Automatisierungsanspruch, BuchhaltungsButler für bilanzierende KMU mit Kanzlei-Workflow, WISO MeinBüro für Unternehmen mit Büro-Gesamtbedarf, Papierkram für Freelancer mit kleinem Budget und Lexware Office für alle, die im Hersteller-Ökosystem bleiben möchten. Die E-Rechnungspflicht ist bei allen fünf Kandidaten abgedeckt. Nutze die Testphasen, stimme dich mit deinem Steuerberater ab und wechsle zum nächsten Quartalsanfang, dann steht einem reibungslosen Umstieg nichts im Weg.

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Häufige Fragen

Ja, Papierkram bietet einen dauerhaft kostenlosen Free-Tarif für Freelancer, allerdings ohne Bankanbindung. Im Open-Source-Bereich existieren Lösungen wie Akaunting, die jedoch keinen deutschen Steuerstandard und keine GoBD-konforme DATEV-Anbindung aus dem Stand mitbringen. Für den geschäftlichen Einsatz in Deutschland sind kostenpflichtige Tools meist die sicherere Wahl.

Für Kleinunternehmer nach §19 UStG eignen sich sevDesk und Papierkram besonders gut. Beide unterstützen die einfache Einnahmenüberschussrechnung und den Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung in Rechnungen. Papierkram ist im Free-Tarif sogar dauerhaft kostenlos nutzbar.

Stammdaten wie Kunden, Artikel und Lieferanten exportierst du aus Lexware per CSV oder Excel und importierst sie in die Zielsoftware. Buchungsdaten lassen sich über den DATEV-Export übergeben. Beachte die GoBD: Das alte System muss lesbar archiviert bleiben, bis die Aufbewahrungsfristen ablaufen.

Alle fünf vorgestellten Alternativen unterstützen laut Anbieterangaben den Empfang und die Erstellung von E-Rechnungen im Format ZUGFeRD oder XRechnung. Die Empfangspflicht gilt im B2B-Bereich bereits seit dem 1. Januar 2025, die Ausstellungspflicht für kleinere Unternehmen folgt ab 2027.

BuchhaltungsButler bietet die tiefste DATEV-Integration inklusive kollaborativer Kanzlei-Workflows. sevDesk und Lexware Office stellen ebenfalls DATEV-Exporte bereit, mit denen dein Steuerberater die Buchungsdaten direkt übernehmen kann.

Lexware Office ist die hauseigene Cloud-Lösung und technisch ein eigenständiges Produkt, kein Update der Desktop-Version. Die Migration aus Lexware buchhaltung ist einfach, der Funktionsumfang für bilanzierende Unternehmen ist jedoch reduziert. Für Selbstständige und EÜR-Rechner ist der Funktionsumfang in der Regel ausreichend.

Quellen

  1. sevDesk
  2. Lexware Office
  3. BuchhaltungsButler
  4. WISO MeinBüro
  5. Papierkram
  6. SoftwareChecks.de

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell überprüft. Enthaltene Bilder wurden mittels KI generiert. Mehr erfahren

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